Polestar 2

Nach einer langen und geheimnisvollen Marketingkampagne hat die Volvo Tochter Polestar nun ihr neues Flagschiff, den Polestar 2 vorgestellt. 2017 wurde der Polestar 1 mit 600 PS und 1000 nm Drehmoment als Hybrid vorgestellt, nun kann man endlich ein massentaugliches, rein elektrisches Fahrzeug vorweisen.

Polestar 2 (Quelle: Polestar)

Das avantgardistische 5-Türen Fließheck folgt der progressiven Linie von Polestar und bietet mit 500 km Reichweite nach WLTP, 408 PS und 660 nm Drehmoment eine gute Ausgangslage für ein spaßiges Alltagsauto. Vollgepackt mit Technikfinessen wie die über die gesamte Fahrzeugbreite gehende, adaptive Heckleuchte, einem Sitzsensor, der in Kombination mit dem Smartphone den Schlüssel und den Startknopf ersetzen und modernster Sprachsteuerung ist der Polestar 2 bestens gerüstet für die Zukunft der Mobilität.

Innenraum (Quelle: Polestar)

Das erste Volumenmodell von Polestar wird für 39.990€ erhältlich sein, allerdings erst 12 Monate nach dem offiziellen Start. Die Launch Edition der ersten 12 Monate schlägt mit 59.990€ zu Buche. Die Fahrzeuge können ab sofort konfiguriert werden, erste Auslieferungen erfolgen im Mai 2020.

Vogelperspektive (Quelle: Polestar)

Als eines der ersten Fahrzeuge kommt der Polestar 2 mit Android Betriebssystem, sodass viele nützliche Google Apps bereits im Fahrzeug installiert sind und intuitiv per Spracheingabe benutzt werden können. Mit Aussagen wie „mir ist kalt“ kann der Polestar etwas anfangen und reagiert entsprechend.

Innenraum (Quelle: Polestar)

Bestellt werden kann das Fahrzeug aktuell nur online, Polestar arbeitet an sogenannten Spaces, die in einer hochwertigen Umgebung in Innenstädten Fahrzeuge präsentieren und Bestellungen ermöglichen sollen. Laut Polestar sollte man kein Auto brauchen, um ein Auto zu kaufen. Dies lässt vermuten, dass sich die Spaces in gut erreichbaren urbanen Bereichen ansiedeln werden.

Heckansicht (Quelle: Polestar)

Fahrverbote und Grenzwerte

In diesen Tagen wird viel diskutiert, über Sinn und Zweck von Fahrverboten, Einhaltung von Grenzwerten und CO2 Ausstoß im Allgemeinen. Lungenärzte schliessen sich zusammen und richten ein Schreiben an die Bundesregierung, in dem sie mitteilen, dass sie nicht glauben, dass Feinstaub schädlich für die Lunge sei. Der ehemalige Präsident der DGP (Deutsche Gesellschaft für Pneumologie) hat 4000 seiner Kollegen befragt, für das anschliessende Papier wurden die Aussagen von 100 Mitgliedern genommen. Also weniger als 3% der Lungenärzte der DGP vertreten ebenfalls diese Meinung.

Wir laufen inzwischen Gefahr, die Elektromobilität im Allgemeinen aufzuhalten, weil wir uns nicht mehr angemessen informieren können. Es ist für Fachfremde sehr schwer, wissenschaftlich fundierte Informationen zu bekommen. Die Debatte wird hauptsächlich von Populismus geprägt und nicht, wie in solchen Angelegenheiten üblich, von wissenschaftlichen Fakten.

Es werden die verschiedensten Vereine und Vertreter instrumentalisiert, im Übrigen immer dann sehr medienwirksam, wenn die Angaben, wie sich im Nachhinein herausstellt, falsch sind. Vier weitere Lungenarztverbände haben sich inzwischen einheitlich vom Papier der Kollegen der DGP distanziert. Es gibt eine 4 Jahre alte schwedische Metastudie zur Umweltbelastung der Produktion von Akkus. Diese ist vor ein paar Wochen von einigen deutschen Medien falsch übersetzt und interpretiert worden, so dass einheitlich klar war: Ein Elektroauto hat 20.000 Tonnen CO2 ausgestoßen, bevor es einen Kilometer gefahren ist. Dass sich inzwischen die Herausgeber der Studie von diesen Aussagen ganz klar distanzieren und sie als falsch zurückweisen, ist leider untergegangen.

Aber woher kommt diese Wut auf das Elektroauto und seine Verfechter, die man aktuell im Alltag erlebt? Ist es nicht egal, ob 100 von 4000 Pneumologen behaupten, Feinstaub sei nicht schädlich für die Lunge? Sollte man nicht auf die 3900 Pneumologen hören, die sagen: falsch, es ist definitiv schädlich? Beides ist irrelevant, solange es nicht wissenschaftlich belegt werden kann. Stirbt ein Asthmatiker oder jemand mit einer anderen Lungenerkrankung, wird auf dem Totenschein nicht stehen, welche Zigarettenmarke er geraucht hat.

Es gibt viele Faktoren, die heutzutage einen negativen Einfluss auf unsere Gesundheit haben und die noch nicht ausreichend erforscht sind. Vielleicht geht es aber auch gar nicht darum. Wir sollten aufhören denjenigen, der am lautesten schreit, unsere Meinung bestimmen zu lassen und uns selber ein Bild machen. Ist die Luft im Wald nicht angenehmer als in der Innenstadt, neben einer sechsspurigen Hauptverkehrsader? Ist ein leises Auto nicht schöner als ein lautes? Ist für 10€ volltanken nicht schöner als für 75€? Oder zu Hause tanken? Wer schon einmal ein Elektroauto gefahren ist und es furchtbar findet, dem sei es gegönnt, dagegen zu wettern. Aber sich nur auf die Medien und falsch interpretierte Artikel und Nachrichten zu verlassen, ist vielleicht der falsche Weg.

Byton – Made in China

BYTON aus China plant die Weltherrschaft, zumindest was den Elektroautomarkt angeht. Nicht nur Tesla, auch Premium Hersteller wie Audi, BMW und Mercedes müssen sich warm anziehen. Bereits 2020 sollen die Fahrzeuge auf Europas Straßen zu bewundern sein. Im Bezug auf Technik und Preis ist BYTON allen Herstellern jedenfalls Meilen voraus. Vollgepackt mit marktreifen Gadgets wie biometrischer Gesichtserkennung anstatt Schlüsseln, einem 1,25m x 0,25m großen Display und autonomes Fahren Stufe 4 ist der Hersteller aus China sogar den europäischen Gesetzen voraus, denn hierzulande ist nur Stufe 2 gesetzlich geregelt .

Als Preis sind für den US Markt 45.000 US$ veranschlagt für das „Einsteigermodell“ mit 400 km Reichweite und allen technischen Features. Teslas Vergleichsmodell X kommt auf stolze 105.000 US$. BYTON setzt von Anfang an auf Massenproduktion statt Kleinserie und geht von 300.000 Fahrzeugen in den ersten paar Jahren auf dem Markt aus.

China ist Vorreiter und Vordenker im Bereich Elektromobilität, es gibt über 300 Hersteller von E-Fahrzeugen aus China. BYTON allerdings werden gute Aussichten auf dem umkämpften E-Auto Markt prognostiziert. BYTON wird von ehemaligen Führungskräften der oberen Etage von BMW, Google, Tesla und Apple aufgebaut.

Die Marke sieht sich selber übrigens eher als Technologieunternehmen, nicht als Autohersteller. Der Name steht für „Bytes on Wheels“ – passend zum Konzept eines rollenden Computers.

Das der BYTON keinen Auspuff hat, versteht sich von selbst, dass allerdings auch auf Schlüssel und Spiegel verzichtet wird, unterstreicht die fortschrittliche Denkweise der Macher. Das Fahrzeug ist vollgepackt mit Sensoren, Kameras und Radartechnologie. Man hat großen Wert auf Komfort und UX (User Experience) gelegt, über das Display im Lenkrad lassen sich Funktionen wie Sitzeinstellung, Lüftung oder Navigation steuern, ohne die Hände vom Lenkrad nehmen zu müssen.

Quelle: Byton

Hier findet ihr ein 360° Video vom Innenraum: 

AKTUELLE MODELLE: M-BYTE UND K-BYTE

Quelle: Byton

Aktuell sind zwei Modelle geplant, der M-Byte als SUV und der K-Byte als Limousine

Quelle: Byton
Quelle: Byton
Quelle: Byton


Auch die Leistungsdaten können sich sehen lassen, die Basisversion kommt mit 71 KWh und 300 PS auf 400 km Reichweite und die Performanceversion bei 95 KWh und 475 PS auf 520 km Reichweite. In 30 Minuten sollen am Schnellader 80% Kapazität aufgeladen sein.

Carsten Breitfeld, ehemalige BMW Führungskraft, hat neben einem hochkarätigen Team ebenfalls spannende Investoren im Boot, die insgesamt bereits 800 Millionen US$ in das Unternehmen gesteckt haben. Beispielsweise Foxconn (Auftragnehmer von Apple’s iPhone), CATL (Batteriehersteller), Baidoo (China’s Suchmaschine) und FAW (Autohersteller unter der Zentralregierung in China).


Auch wenn BYTON als chinesischer Player zu werten ist, teilt man die Kompetenzen so auf, dass überall die besten Leute ihren Senf dazu geben. Die smarte Technologie kommt aus dem Silicon Valley, das Design und die Ingenieurskunst aus München und die Produktion der Fahrzeuge sowie der Akkus erfolgt in China, dem Marktführer für kostengünstige und qualitative Produktion aus dem E-Auto Bereich.

Wir sind gespannt, ob das Konzept aufgeht, den Marktführer im E-Auto Premiumsegment aufzubauen und die Fahrzeuge für einen Bruchteil des Preises der Konkurrenz anzubieten.

24M Akkuforschung

Das US Startup 24M hat Ende 2018 eine Finanzierungsrunde in Höhe von fast 22 Millionen Dollar abgeschlossen. Mit dem Geld soll eine Produktionsstätte gebaut und in Forschung investiert werden. Seit gut 10 Jahren arbeitet 24M an kleineren Lithium-Ionen Akkuzellen, mit einer höheren Energiedichte als bisher Marktüblich.

Die Hauptinvestoren sind zwei japanische Unternehmen, aus dem Elektronik- bzw. Handelsbereich. Das in Cambridge, Massachusetts angesiedelte 24M plant dieses Jahr ein Produktionsstätte fertig zu stellen und 2020 die ersten Akkus auf dem Markt zu haben.

Eine höhere Energiedichte der Akkus würde signifikante Vorteile im Bezug auf Reichweite und Preis von Elektroautos bedeuten. Die zwei großen Bedenken der Endverbraucher wären damit abgemildert und das Elektroauto würde sich weiter in Richtung Massentauglichkeit bewegen. Aber auch in Smartphone kommen Lithium-Ionen Akkus zum tragen, hier könnte man in Zukunft mit den 24M Akkus einen Tag ganz ohne Powerbank und Ladekabel überstehen. Zum Technischen: Die 24M Akkus haben im Labor eine Energiedichte von bis zu 300 Wattstunden/kg. Die hochwertigsten Batterien die aktuell auf dem Markt sind kommen nur auf 250Wh/kg .

Mehr dazu bei Technology Review online in:

eeezy – Das Vergleichsportal

Ab März 2019 startet eeezy als Vergleichs- und Informationsportal für Elektromobilität. Fahrzeugsuche, Händlersuche, Blog, Informationen zu Steuern, Gesetzen, Akkutechnologie, Reichweite, Ladeinfrastruktur, Wallbox und vieles mehr findet ihr aus einer Hand. 

Mit unserer Fahrzeugsuche könnt ihr das passende Fahrzeug für euch finden, unabhängig, ehrlich und einfach. Über die Händlersuche findet ihr E-Fahrzeug Händler in eurer Nähe und könnt direkt Probefahrten vereinbaren. 

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