Fahrverbote und Grenzwerte

In diesen Tagen wird viel diskutiert, über Sinn und Zweck von Fahrverboten, Einhaltung von Grenzwerten und CO2 Ausstoß im Allgemeinen. Lungenärzte schliessen sich zusammen und richten ein Schreiben an die Bundesregierung, in dem sie mitteilen, dass sie nicht glauben, dass Feinstaub schädlich für die Lunge sei. Der ehemalige Präsident der DGP (Deutsche Gesellschaft für Pneumologie) hat 4000 seiner Kollegen befragt, für das anschliessende Papier wurden die Aussagen von 100 Mitgliedern genommen. Also weniger als 3% der Lungenärzte der DGP vertreten ebenfalls diese Meinung.

Wir laufen inzwischen Gefahr, die Elektromobilität im Allgemeinen aufzuhalten, weil wir uns nicht mehr angemessen informieren können. Es ist für Fachfremde sehr schwer, wissenschaftlich fundierte Informationen zu bekommen. Die Debatte wird hauptsächlich von Populismus geprägt und nicht, wie in solchen Angelegenheiten üblich, von wissenschaftlichen Fakten.

Es werden die verschiedensten Vereine und Vertreter instrumentalisiert, im Übrigen immer dann sehr medienwirksam, wenn die Angaben, wie sich im Nachhinein herausstellt, falsch sind. Vier weitere Lungenarztverbände haben sich inzwischen einheitlich vom Papier der Kollegen der DGP distanziert. Es gibt eine 4 Jahre alte schwedische Metastudie zur Umweltbelastung der Produktion von Akkus. Diese ist vor ein paar Wochen von einigen deutschen Medien falsch übersetzt und interpretiert worden, so dass einheitlich klar war: Ein Elektroauto hat 20.000 Tonnen CO2 ausgestoßen, bevor es einen Kilometer gefahren ist. Dass sich inzwischen die Herausgeber der Studie von diesen Aussagen ganz klar distanzieren und sie als falsch zurückweisen, ist leider untergegangen.

Aber woher kommt diese Wut auf das Elektroauto und seine Verfechter, die man aktuell im Alltag erlebt? Ist es nicht egal, ob 100 von 4000 Pneumologen behaupten, Feinstaub sei nicht schädlich für die Lunge? Sollte man nicht auf die 3900 Pneumologen hören, die sagen: falsch, es ist definitiv schädlich? Beides ist irrelevant, solange es nicht wissenschaftlich belegt werden kann. Stirbt ein Asthmatiker oder jemand mit einer anderen Lungenerkrankung, wird auf dem Totenschein nicht stehen, welche Zigarettenmarke er geraucht hat.

Es gibt viele Faktoren, die heutzutage einen negativen Einfluss auf unsere Gesundheit haben und die noch nicht ausreichend erforscht sind. Vielleicht geht es aber auch gar nicht darum. Wir sollten aufhören denjenigen, der am lautesten schreit, unsere Meinung bestimmen zu lassen und uns selber ein Bild machen. Ist die Luft im Wald nicht angenehmer als in der Innenstadt, neben einer sechsspurigen Hauptverkehrsader? Ist ein leises Auto nicht schöner als ein lautes? Ist für 10€ volltanken nicht schöner als für 75€? Oder zu Hause tanken? Wer schon einmal ein Elektroauto gefahren ist und es furchtbar findet, dem sei es gegönnt, dagegen zu wettern. Aber sich nur auf die Medien und falsch interpretierte Artikel und Nachrichten zu verlassen, ist vielleicht der falsche Weg.

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