Fragen und Antworten

Heute möchten wir uns ein paar Fragen widmen, denen wir im Alltag oft begegnen:

Kosten öffentliche Ladestationen eigentlich Geld?

Viele öffentliche Ladestationen werden von Netzbetreibern wie beispielsweise innogy oder EnBW aufgestellt und kosten Geld. Man kann entweder mit einer „Tankkarte“ des Stromanbieters, Paypal, Kreditkarte oder seinem Handy zahlen. Es gibt allerdings auch hunderte Ausnahmen, frühere Tesla Modelle können etwa ein Leben lang kostenlos an den Tesla Superchargern geladen werden. Viele Supermärkte oder Einkaufszentren stellen kostenlose Ladestationen zur Verfügung, mit der Absicht, dass der Tankende noch schnell eine Kleinigkeit einkauft. Muss man für das Tanken selber zahlen kostet es beispielsweise in Hamburg einen Nissan Leaf vollzutanken, im Schnitt 9€.

Wie lange dauert volltanken?

Das hängt ganz von der Ladestation und dem Fahrzeug ab. Ein BMW i3 mit 33 kWh Akku benötigt an einer öffentlichen 11 kW Ladesäule 3 Stunden, ein Tesla Model S 85 hängt für 80% Ladekapazität ca. 40 Minuten am Supercharger. Lädt man sein Fahrzeug über Nacht an der Steckdose, kommen schnell 8-10 Stunden Ladezeit zustande.

Kann ich mein Auto zu Hause laden?

Grundsätzlich kann man sein Auto an jeder normalen Haushaltssteckdose laden, allerdings sollte man immer im Kopf haben, dass die Belastung auf der Steckdose sehr hoch ist. Idealerweise berät einen ein Elektriker, welche Steckdosen über genügend Sicherung verfügen, die Spitzenleistung über einen längeren Zeitraum auszuhalten. Des weiteren gibt es auch die Möglichkeit, sich eine sogenannte Wallbox von einem Fachbetrieb installieren zu lassen, diese hat dann eine deutlich höhere Ausgangsleistung und ist speziell zum Laden von Elektroautos gebaut.

Kann ich bedenkenlos ein gebrauchtes Elektroauto kaufen?

Grundsätzlich sind E-Fahrzeuge deutlich wartungsärmer, da Komponenten wie Getriebe, Keilriemen oder Zahnriemen, Motoröl und Zylinderkopfdichtung entfallen. Der Elektromotor und der Antriebsstrang bedürfen im Grunde keiner Wartung. Auch die Bremsen verschleissen durch die Rekuperation, also die Bremskraftrückgewinnung, deutlich weniger als bei einem Verbrenner. Was bleibt, sind also nur der reguläre Verschleiss an den Reifen und der Akku. Moderne Akkus sind im Grunde sehr haltbar, verlieren aber durch sachgemäßes und unsachgemäßes Laden an Kapazität. Idealerweise wird ein Lithium-Ionen Akku immer dann geladen, wenn man die Möglichkeit dazu hat, nicht nur wenn er leergefahren ist. Wichtig ist auch, dass darauf geachtet wird, den S.O.C. (State of Charge) immer zwischen 20% und 80% zu halten. Dies erhöht die Lebensdauer des Akkus. In den meisten Autos kann der Akkuzustand, der sogenannte S.O.H. (State of health) ausgelesen werden, ein seriöser Verkäufer wird so einen Bericht vor dem Kauf zur Verfügung stellen. Wussten Sie, dass Smart bereits 2009 das Serienmodell ED 2 als rein elektrisches Fahrzeug angeboten hat? Die meisten dieser Fahrzeuge sind heute noch auf den Straßen dieser Welt unterwegs.

Kann ich mein Elektroauto überall reparieren lassen?

In der Regel können die alltäglichen Arbeiten wie Scheibenwischwasser auffüllen, Reifenwechsel und die defekte Glühbirne von allen Werkstätten durchgeführt werden. Es ist sehr selten, dass der Antrieb oder der Akku eines E-Autos Probleme machen. Falls doch, ist dies ein Fall für die Fachwerkstatt. Hier empfiehlt es sich im Vorfeld zu informieren, welche Werkstatt in der Nähe für Elektrofahrzeuge geschult ist. Die Hersteller haben meist sogenannte Kompetenzzentren, also Niederlassungen, die auf E-Fahrzeuge spezialisiert sind. Eine Liste der geschulten Händler findet ihr im Laufe des Jahres auf unserer Seite.